Meeresschutzgebiete: Regeln für Segler  und Wassersportler

Für Segler und Wassersportler habe ich die wichtigsten Verhaltensregeln in den AMP / Aree Marine Protette / Meeresschutzgebieten hier mal grob zusammengefasst. Das sind im Prinzip die „Gemeinsamkeiten“, die man sich für alle merken kann.

Natürlich hat jedes Meeresschutzgebiet noch seine eigenen Besonderheiten. Was in den jeweiligen Zonen der  einzelnen Schutzgebiete gestattet ist, mag daher im Einzelfall noch variieren – denn nicht überall sind die gleichen Tiere, Pflanzen und Verhältnisse vorzufinden. Informiert Euch im Voraus auf den Internetseiten der AMP / Naturparks (hier eine Übersicht aller Meeresschutzgebiete) oder im nächstgelegenen Hafen.

ZONE A – Vollständiger Schutz

Diese Zonen und die hier lebenden Tier- und Pflanzenarten haben einen hohen Bedarf an Schutz und sollen unter keinen Umständen gestört werden. Oft sind es Ruhe- oder Nistplätze  seltene Arten, oder sie gedeihen hier besonders gut und sind anderswo vom Aussterben bedroht.

Die A-Zonen sind oft nur kleine Abschnitte der Schutzgebiete, und wir wüssten auch nicht, warum es nicht ein paar kleine Ecken geben sollte, in die der Mensch nicht vordringt. Hier wird die Natur mit sich allein gelassen, und das bitten wir zu respektieren.

Das heißt ganz einfach: nicht mit dem Schiff einfahren, nicht ankern, nicht an Land gehen.

ZONE B – Genereller Schutz

In diesen Zonen gilt eingeschränkter Schutz und auch eine eingeschränkte Erlaubnis zum Befahren. Mit Vorsicht und Rücksicht darf unter Segeln und in einigen Gebieten auch mit niedriger Geschwindigkeit unter Motor eingefahren werden. Fischen und Unterwasseraktivitäten sind  nicht erlaubt.

Oft liegen Festmachebojen aus, die genutzt werden müssen. In einigen Fällen müssen sie vorreserviert werden. Ein Ankern ist selten gestattet, und wenn dann nur dort, wo keine Posidonia (Seegras)-Felder sind. Diese Felder stehen unter speziellem Schutz – egal in welcher Zone.

ZONE C – Teilweiser Schutz 

Es gelten im Prinzip ähnliche Vorschriften wie in Zone B, allerdings ist das Befahren und freie Ankern in den meisten Fällen erlaubt.

Ab Mai ist übrigens (wie in vielen anderen Gewässern der Insel) das Fangen der Seeigel streng verboten – unabhängig von den Schutzzonen – sowohl für Berufs- als auch Freizeitfischer. Auch gibt es Fangverbote für manche Fischarten. Die Schutzzeit dauert häufig bis Oktober. Die Häfen informieren gern darüber.

2 Antworten auf „Meeresschutzgebiete: Regeln für Segler  und Wassersportler“

    1. Hallo … ja ist alles noch in Arbeit, ich komm gerade zu nix 😉
      Über Nacht ankern ist theoretisch nur einheimischen Booten gestattet: „Vom 1. Juni bis zum 30. Oktober ist in der Zone Mb das Ankern außerhalb der Bojenfelder von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gestattet, aber nicht nach 22 Uhr. Ausnahmegenehmigung für einheimische Boote.“
      Praktisch bleiben aber viele über Nacht, und das sind sicher nicht nur Locals. Im Falle einer Kontrolle muss man halt darauf gefasst sein, wegfahren zu müssen. Aber ich habe noch nie erlebt, dass die Parkverwaltung nachts die Ankerbuchten räumt 😉

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