Area Marina Protetta Penisola del Sinis e Isola Mal di Ventre (mittlere Westküste)

Die Halbinsel Sinis ist ein ganz besonderes Schutzgebiet – denn es erstreckt sich auch auf eine Anzahl kleinerer und großer Seen, die in Küstennähe liegen und einen ganz besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen. Im Süden bei Tharros am Capo San Marco schließt sich der Golfo di Oristano an, der Hafen Torregrande bietet Schutz und Platz bei starken westlichen Winden, insbesondere dem Maestrale (Nordwest).

Man muss die Lagunen der Sinis-Halbinsel, den Golfo di Oristano und das Meer als Gesamtheit begreifen – besonders Seevögel und große Zugvögel finden hier einen ausgedehnten Lebensraum, der seinesgleichen im Mittelmeer sucht.

Der Rosaflamingo nutzt die Region im Frühling als Nistplatz und zur Aufzucht der Jungen; einige von ihnen bleiben wegen der guten Bedingungen sogar ganzjährig hier.

Flamingos im Stagno di Cabras

Im Norden, am Capo Mannu und bei Putzu Idu kommen Wind- und Kitesurfer auf ihre Kosten; die Strände Is Arutas und Is Arenas sind sehr weitläufig und damit auch in der Hauptsaison nie überfüllt.

Ein besonderes Eiland ist die Isola Mal di Ventre (oder auf sardisch: Malu Entu – der böse Wind, da hier der ungemütliche Westwind vorherrschend ist). Wie ein Pfannkuchen liegt sie im Meer. Bei ruhigen Wetterlagen in der Vor- und Nachsaison ist sie am schönsten.

Die Westseite der Insel steht unter vollständigem Schutz (nicht betreten / nicht ankern). An der Ostseite darf man außerhalb der Posidoniafelder ankern bzw. festmachen – in der Hauptsaison sind die kleinen Buchten und Strände leider sehr voll und die Bojen belegt. Das ist dann kein Spaß mehr und hat auch wenig von einem marinen Schutzgebiet. Apropos kein Spaß: Hier soll auch eine Variante der schwarzen Witwe (ja, die Spinne) leben.

Landgang

Mit Tharros beherbergt die Sinis-Halbinsel eine der wenigen römischen Kulturstätten. Nicht nur die Ruinen sind interessant anzusehen – seit einigen Jahren werden hier im Sommer auch nächtliche Konzerte unter offenem Himmel veranstaltet.

Etwas weiter im Binnenland liegt der wunderschöne Ort Cabras mit einem wichtigen archäologischen Museum, der die in der Region gefundenen „Giganten von Mont’e Prama“ zeigt.

Die Oasi di Seu direkt am Meer ist ein wundervolles küstennahes Naturschutz- und Wandergebiet.

Artikel auf meinem Sardinien-Blog: 

Links / Informationen

Typisches Schilfhaus auf der Sinis-Halbinsel

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