Area Marina Protetta Isola dell’Asinara (Nordwesten)
Die Insel Asinara lockt mit traumhaften Ankerbuchten an ihrer Ostseite: die Westseite ist wilder und schroffer, aber nicht minder schön. Meeres- und Naturschutz wird hier sehr ernst genommen – hier ist darum kein großer Touristenverkehr zu erwarten. Zwar landen täglich Fähren an (ab Stintino und Porto Torres), um Fußgänger überzusetzen, aber die verteilen sich an Land schnell.

Die Zone A/1 ist absolute Schutzzone und tabu. Kein Aufenthalt, kein Befahren, kein Betreten, kein Ankern – nichts.
In der Zone B/2 gibt es weitgehende Anker- und Befahrensverbote und umfassende Schutzzonen – unbedingt beachten. An Land dürfen die markierten und befestigten Wege nicht verlassen werden. Hunde dürfen zum Schutz der lokalen Fauna nicht an Land (auch nicht an der Leine).
Isola Asinara hat keinen Hafen, aber fünf Bojenfelder. Hier ist obligatorisch, sich vor Befahren des Parks anzumelden und eine Boje zu reservieren. Infos: https://asinaramarina.com
- 8 Bojen im Süden bei Fornelli
- 35 Bojen in der Rada della Reale
- je 8 in der Cala Barche Napoletane hinter Punta Trabuccato, Cala del Bianco
- 5 Bojen in der Cala d’Oliva.
Die Bojen werden im Vorfeld reserviert (Tel. +39079512290, VHF Kanal 74, www.asinaramarina.com) und haben natürlich eine Gebühr je nach Art und Größe des Bootes.
Es müssen die Festmachebojen genutzt werden – Ankern ist nicht gestattet. Keine mehr frei? Leider Pech gehabt. Dann müsst Ihr auf dem schnellsten Weg raus aus der Zone – unter Motor nur in einem bestimmten Korridor, unter Segeln wird auch quer durch geduldet. Die Kontrollen sind durchaus häufig und streng. Motorbootfahrer haben mit empfindlicheren Strafen zu rechnen als Segler.
Das macht den Aufenthalt hier im Naturschutzgebiet zu einer sehr exklusiven Angelegenheit. Gut für die Natur.

Besonderheit: Fornelli-Passage
Nicht ganz einfach zu durchfahrende Passage zwischen dem sardischen Festland bei Stintino bzw. der Isola Piana und der Isola Asinara. Unbedingt auf die Wassertiefe (mit 1,70 m wird’s sehr knapp) und die Landmarken achten – siehe Seekarte. Am besten zu zweit gucken. Beschreibung auf skipperguide.
Keine Infrastruktur – kein Müll auf Asinara
ACHTUNG, Kontrollen: Wer einfach hinfährt, sich eine Boje fängt und dann kontrolliert wird, zahlt am Schlauchboot des Parco deutlich mehr. Hat man Pech und gerät in eine Kontrolle durch die Wasserschutzpolizei, dann wird’s richtig teuer (im Schutzgebiet unter Motor fahrende oder wild ankernde Boote ohne Genehmigung zahlen dann gern mal vierstellige Summen, je nach Ermessen des Beamten).
Wichtig: Es gibt auf ganz Asinara KEINE Möglichkeit, den Müll zu entsorgen – der muss an Bord bleiben. Auch einen Supermarkt sucht ihr vergebens. Es gibt zwei Restaurants in Cala d’Oliva, eins davon in der örtlichen Jugendherberge.
Die Insel ist ein Schnorchel- und Tauchparadies – vom Schiff aus ist das natürlich die einfachste Möglichkeit, die Insel zu erkunden.
Landgang
Asinara ist auch an Land sehr interessant und z. B. ein tolles Ziel für Trekkingfreunde. Oder warum nicht mal runter vom Boot und rauf aufs Pferd oder auf den Quad? An Land findet Ihr die berühmten weissen Esel und ein Krankenhaus für Meeresschildkröten, die Insel diente lange Zeit als Gefängnisinsel für Schwerverbrecher und außerdem soll hier der berühmte Pirat Barbarossa gelebt haben.
Links
- Webseite: www.parcoasinara.org (nur italienisch)
- Karte der Schutzzonen: http://www.parks.it/parco.nazionale.asinara/mapl.php
- Bücher und Karten für Asinara: http://www.parcoasinara.org/?modulo=contenuti&id=272 (erhältlich z. B. in Buchhandlungen in Stintino oder an den Flughäfen)
- Artikel auf pecora-nera: Asinara: Weiße Esel und ein Knast – Aktiv auf der Insel Asinara: https://pecora-nera.eu/unterwegs-auf-der-isola-dellasinara/
- Ausflüge an Land: http://www.wildasinarapark.com/index.php
