Marina di Olbia

Mein Boot in der Marina di Olbia

Wer in Olbia einen geschützten Liegeplatz mit Infrastruktur sucht, steuert am besten direkt die Marina di Olbia an (www.moys.it). Das ist eine neu angelegte, moderne Marina, und in der Nebensaison auch zu moderaten Preisen. In der Hauptsaison (Juli bis September) allerdings ein recht kostspieliger Spaß – ich musste mal im August wegen technischer Probleme und einem starkem Maestrale dort ein paar Tage bleiben. Das war zwar schön, aber echt nicht gut fürs Budget 😉 Aber der Service ist insgesamt sehr gut.

Die Anfahrt durch den Golfo di Olbia ist trotz des Fährverkehrs geschmeidig, die Fahrrinne ist breit genug und die Fähren fahren langsam. Segeln ist hier übrigens nicht erlaubt. Aufpassen, wenn die Fähren vor ihrem Anleger drehen – Strömung und Schraubenwasser können die Navigation stören. Es gibt einige Unterwasserfelsen direkt vor dem Hafen (falls man seine Runden zum Tanken dreht, aufpassen.

Kontakt und Koordinaten

VHF KANAL 9
Telefon: +39 0789 645030
24h-Nummer: +39 338 8765449
(Anlegen in der Nacht/Notfälle)

MOYS Srl
Via Piovene, 8
07026 Olbia OT

Infrastruktur

  • Yachtservice (www.moys.it)
  • Werften und nautischer Service in direkter Umgebung
  • Duschen / WC  neu und gut gepflegt (Zugang mit Karte)
  • Tankstelle (die allerdings auch gern mal von Megayachten belegt ist)
  • Bar hat’s auch (leider etwas überteuert)
  • Einkaufszentrum in direkter Nähe
  • Busverbindung in die Innenstadt, von dort Zugverbindungen auf der gesamten Insel
  • Flughafen 3 km entfernt

Die Lage ist für alle, die mit ihrem Boot auf Sardinien überwintern wollen, bestens: Der Flughafen ist theoretisch sogar in Laufentfernung, praktisch bringt euch auf Anfrage sogar der Hafenservice hin. Gleiches in die Altstadt – zu Fuß ist es etwas mühsam, aber der Hafen ist gern behilflich. Falls der Bringdienst gerade nicht aktiv ist (Winter, Nebensaison) kann man auch mit dem Dinghi rüber an die Molo Brin fahren. Und für Sturmtage bzw. falls man gern mal wieder festen Boden unter den Füßen hätte, gibt es auch Appartments mit Blick aufs Boot.

Revier

Das Revier (Golfo Aranci, Isola Tavolara) prima für Tagesausflüge und abends hat die Stadt einige schöne Restaurants und Bars. Viele lassen Olbia aus, weil es ein wenig im Landesinneren liegt. Ich finde, das hat die Stadt nicht verdient 😉

Der Golfo di Olbia ist eingangs etwas kabbbelig, an windigen Tagen bildet sich eine leichte Kreuzsee zwischen Capo Figari und der Insel Tavolara (selbige hat noch ein paar Fiese Fallwinde, hier aufmerksam segeln, es kommt manchmal aus dem Nichts).

Porto Ottiolu

Die Marina di Porto Ottiolu ist zu jeder Jahreszeit eine wunderbare Alternative zu den Häfen im Nordosten Sardiniens. Ein wirklich schöner und geschützter Hafen mit guter Infrastruktur. Bei der Anfahrt auf das vorgelagerte Inselchen und diverse Unterwasserkliffs achten – die aktuelle Seekarte ist gern behilflich 😊

Inder Nebensaison (Herbst/Frühling = high season für echte Segler) sind Hafen und Dorf herrlich entspannt. In der Hauptsaison, während weiter nördlich alles ausgebucht ist und horrende Preise verlangt werden, findest du in dem kleinen kommunalen Hafen oft noch ein Plätzchen zu einem guten Preis.

Ein bisschen in die Jahre gekommen, nicht alle Schilder sind noch lesbar, aber insgesamt ist der Hafen gut gepflegt und man hat sogar eine ordentliche Mülltrennung. Er ist auch gut zum Überwintern, hat eine gute Infrastruktur mit Werft und diversen nautischen Dienstleistern in der Umgebung. Porto Ottiolu liegt windgeschützt und ruhig, hier kannst du dein Boot beruhigt liegen lassen.

Kontakt und Koordinaten

Marina di Porto Ottiolu di Fin Porto s.r.l.
Piazzetta di Porto Ottiolu snc
08020 Budoni (OT)

Liegeplätze, Preise und Infrastruktur

Über 400 Liegeplätze, davon 40 Transitplätze

Preise moderat, aktuelle Preisliste auf Anfrage im Hafen

Infrastruktur

  • Restaurant 5 sensi direkt an der Hafenpromenade – Grillküche aus der Barbagia, meine Nummer 1
  • Il Colle, Via dei Cardi, etwas oberhalb des Dorfes gelegen, super Antipasto di Mare
  • Il Bacio, an der Straße nach Agrustos, gute lokale Küche

Supermarkt und Apotheke in der Hauptsaison direkt in Porto Ottiolu; in Nebensaison in Agrustos oder Budoni.

Impressionen

Verkehrsanbindung

  • Du bist relativ schnell in Budoni und San Teodoro, beides relativ touristisch und im Winter mit eingeschränkter Infrastruktur und Lebhaftigkeit. 
  • Die nächsten wirklich ganzjährig bewohnten Orte sind Posada und Olbia (beide über die Schnellstraße und per Bus ab Agrustos auch im Winter zu erreichen).
  • Bus fährt auch Richtung Süden, nach Orosei oder Dorgali, bis nach Santa Maria Navarrese, um Sardinien an Land zu erkunden.  

Santa Maria Navarrese – Marina di Baunei

Die Marina di Baunei / Porto Turistico Santa Maria Navarrese (www.portosantamaria-baunei.it) ist einer meiner Lieblingshäfen auf Sardinien – ach, was soll der Geiz: Es ist mein liebster. Nicht nur traumhaft schön unterhalb des bergigen Supramonte gelegen, sondern auch sehr gut organisiert und ganzjährig ein entspannter, kleiner Hafen mit buntem Publikum.)

Beliebt bei Seglern, wenig Schickimicki, sondern entspanntes Hafenleben. Einfach nur guter Service und traumhaftes Segelrevier in alle Richtungen. Was will man mehr? Der „Porto Turistico“ gehört zur Gemeinde Baunei, einem kleinen Bergdorf, ca. 8 Kilometer und knapp 500 Höhenmeter entfernt – der direkte Link ins authentische Sardinien.

Kontakt und Koordinaten

Marina di Baunei S. Maria Navarrese Srl
Via Lungomare Montesanto
08040 – S. MARIA NAVARRESE (NU)
Sardinia

T. +39 0782 614020 – F. +39 0782 614198
info@portosantamaria-baunei.it
VHF 16 – 74
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Service

Super Service für Segler im ganzen Jahr, 24/7. Eine kleine Werft ist auf dem Gelände. Insgesamt moderate Preise.

Pietro Foddis, der Hafenmeister, ist immer ansprechbar und zudem ein Sprachtalent, spricht sehr gutes Deutsch.

Natürlich ist es in den Wintermonaten ruhiger, und man macht auch mal die ein oder andere (wohlverdiente) Pause, aber im Hafen ist grundsätzlich immer irgendwie Betrieb. Man kümmert sich um die festgemachten Boote, auch wenn der Eigner nicht da ist und gerade in der Nebensaison, wenn Stürme durchziehen.

Alle Infos und Services, Buchungen » www.portosantamaria-baunei.it

Infrastruktur / Saisonbetrieb

Der Hafen hat alles, was du brauchst – von großzügigen und sauberen WCs über Waschmaschinen bis zu einer Bar direkt an den Stegen, die sich höchstens mal eine kleine Winter- oder Renovierungspause gönnt.

Der Ort Santa Maria Navarrese bietet ebenfalls ganzjährig gute Infrastruktur.   In den Sommermonaten wirkt es wie ein touristischer Ort, aber hat tatsächlich eine gute Anzahl fester Einwohner, die auch irgendwo einkaufen wollen. Auch der Nachbarort Lotzorai hat Leben im ganzen Jahr. Mit Tortolì ist eine kleine Stadt mit ganzjährig guter Infrastruktur in der Nähe. Die Überland-Busverbindung ist nach Nord, Süd und West super.

Segelrevier

Ankerbucht vor der Isola Ogliastra
Ankerbucht vor der Isola Ogliastra

Nach Norden gelangst du zur Felsnadel Pedra Longa, hier erwarten dich bereits hübsche Ankerbuchten. Entlang der Küste des Supramonte in den traumhaften Golfo di Orosei mit seinen ins Meer abfallenden Steilwänden und traumhaften Buchten (wie Cala Mariolu, Cala Goloritzè oder Cala Sisine. Am Capo Monte Santu je nach Windintensität und -richtung mit einem Kapeffekt rechnen.

Direkt vor der Haustür ist die Isola dell’Ogliastra, eine kleine Felsansammlung (an der Ostseite relativ weit umfahren, nicht alle Felsen sind in den Karten gut eingezeichnet und manche unter statt über Wasser!) – ein traumhafter Ankerplatz zwischen Möwen und Kormoranen.

Nach Süden locken Arbatax und Porto Frailis, und im Anschluss lange Strände, z. B. bei Cea.

Nächste Häfen

Norden:

  • Cala Gonone (ca 25 sm; aber liegt eigentlich nie auf dem Weg und hat zwar in der Saison eine Tankstelle, aber keine Gastliegeplätze)
  • La Caletta (ca. 45 sm)

Süden:

  • Arbatax (3 sm), gute Alternative zu Santa Maria Navarrese
  • Porto Corallo (ca. 42 sm)

Entfernungen ohne Gewähr: grobe direkte Linie, je nach Wind und Fahrstrecke auch weiter! 

Landgang

Das sprengt in diesem Fall tatsächlich den Rahmen. Santa Maria Navarrese ist inselweit die beste Kombination aus Berg & Meer, aus Sardinien & Segeln. Du kannst direkt im Hafen für Treks in den Supramonte starten. Mit dem Überlandbus auch in viele andere tolle Ecken Sardiniens (Fahrpläne sind ganz einfach über Google Maps abrufbar).

Bei einer windigen oder Schlechtwetter-Phase einfach mal in die Hauptstadt Cagliari fahren und dort ein paar Tage verbringen, ist überhaupt kein Problem!

Anmerkung » Die Tipps für die Landgänge verlinken auf meinen eigenen Sardinien-Blog, www.pecora-nera.eu. Lasst euch dort gern weiter inspirieren, Sardinien ist eine irre vielseitige Insel und nicht  nur an den Küsten schön 🙂